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Deutscher Mietertag 2017 – Beitrag des Mieterbund-Präsidenten Dr. Franz-Georg Rips

Berlin, 6. Juni 2017

Untenstehend behandelteThemen:

  1. Wohnungspolitische und mietrechtliche Bilanz der Arbeit der Bundesregierung
  2.  Wohnungsmarkt und Wohnungsneubau
  3. Sozialer Mietwohnungsbau
  4. Wohngeld
  5. Mietpreisbremse
  6. Bestandsmieten
  7. Klimaschutz und energetische Modernisierung
  8. Bestellerprinzip
  9. Mietrechtsreform 2. Teil
  10. Fazit:

Mieterbund-Präsident Dr. Franz-Georg Rips:

1. Wohnungspolitische und mietrechtliche Bilanz der Arbeit der Bundesregierung  

(dmb) „Eine Million fehlende Wohnungen in Deutschland, Neubauzahlen, die deutlich hinter dem Bedarf zurückbleiben, Sozialwohnungsbestände, die weiter schrumpfen, stark ansteigende Wiedervermietungs- und jetzt auch Bestandsmieten – die wohnungspolitische und mietrechtliche Bilanz der Bundesregierung fällt aus unserer Sicht unbefriedigend aus“ erklärte der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB), Dr. Franz-Georg Rips, auf einer Pressekonferenz der Mieterorganisation in Berlin im Vorfeld des 67. Deutschen Mietertages in Magdeburg. „Zwar wurden wohnungspolitische Fragen insbesondere zu Beginn der Legislaturperiode wieder stärker in den Fokus gerückt, aber greifbare Ergebnisse blieben Mangelware. Notwendige Reformen blieben im Ansatz stecken oder konnten nicht realisiert werden, weil sich die Koalitionsparteien nicht einig waren, und die Union insbesondere mietrechtliche Verbesserungsvorschläge blockierte.“

2. Wohnungsmarkt und Wohnungsneubau

Obwohl die Wohnungsneubauzahlen seit 2013 um 29 Prozent auf zuletzt 277.691 Wohnungen gestiegen sind, reichen die Fertigstellungen bei weitem nicht aus, die seit Jahren bestehende und weiter anwachsende Wohnungsnachfrage zu decken.
„Der jährliche Neubaubedarf liegt bei 400.000 Wohnungen. Damit sind allein in den beiden letzten Jahren 275.000 Wohnungen zu wenig gebaut worden. Mittlerweile fehlen 1 Million Wohnungen in Deutschland, vor allem in Großstädten, Ballungsgebieten und Universitätsstädten“, sagte der Mieterbund-Präsident. In erster Linie fehlen hier bezahlbare Mietwohnungen. Auch 2016 wurden vor allem Ein- und Zweifamilienhäuser sowie teure Eigentumswohnungen neu gebaut, aber nur 53.240 klassische Mietwohnungen.

Das von Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks ins Leben gerufene ‚Bündnis für bezahlbaren Wohnen und Bauen‘ hat erste Akzente gesetzt. Die Aufstockung der Bundesmittel für die soziale Wohnraumförderung und die Möglichkeit, „Urbane Gebiete“ für den Wohnungsbau auszuweisen, sind aber bisher die einzigen greifbaren Ergebnisse. Auf verbesserte Abschreibungsbedingungen für den Mietwohnungsbau oder eine steuerliche Förderung für den Neubau von bezahlbaren Mietwohnungen bei entsprechenden Mietobergrenzen konnte sich die Bundesregierung nicht verständigen.

3. Sozialer Mietwohnungsbau  

Die Zahl der neu gebauten Sozialmietwohnungen hat sich seit 2013 praktisch verdoppelt, auf zuletzt 24.550 Wohnungen. Gleichzeitig hat die Bundesregierung die Finanzmittel für die soziale Wohnraumförderung für 2016 auf 1,018 Milliarden Euro verdoppelt und für 2017 und 2018 auf 1,518 Milliarden Euro verdreifacht. 2019 stehen wiederum 1,018 Milliarden Euro zur Verfügung. „Das ist positiv und das verbuchen wir auf der Haben-Seite unserer Bilanz für die Arbeit der Bundesregierung. Aber auch hier sind wir vom tatsächlichen Neubaubedarf für Sozialmietwohnungen noch meilenweit entfernt. Benötigt werden mindestens 80.000 bis 100.000 Sozialmietwohnungen pro Jahr“, erklärte Mieterbund-Präsident Dr. Franz-Georg Rips.

Der Bestand an Sozialmietwohnungen schrumpft jährlich um 50.000 bis 60.000 Wohnungen. Aktuell gibt es in Deutschland nur noch 1,25 Millionen Sozialmietwohnungen. „Selbst wenn die Neubauzahlen aufgrund der höheren Bundesmittel und entsprechende Anstrengungen der Länder in den nächsten Jahren weiter ansteigen sollten, droht ab dem Jahr 2020 der Einbruch. Bund und Länder haben – gegen den Widerstand der Bundesbauministerin – vereinbart, dass ab 2020 ausschließlich die Länder für die soziale Wohnraumförderung zuständig sein sollen. Das halte ich für eine politische Fehlentscheidung. Dem sozialen Wohnungsbau droht so das Aus“, erklärte Rips.

4. Wohngeld  

Seit Januar 2016 erhalten rund 870.000 Haushalte ein höheres Wohngeld bzw. haben wieder Anspruch auf diesen staatlichen Zuschuss zum Wohnen. Die Erhöhung von durchschnittlich 39 Prozent war 6 Jahre nach der letzten Anpassung des Wohngeldes längst überfällig. „Die Erhöhung des Wohngeldes selbst ist natürlich positiv. Aber die Chance auf eine Änderung der Wohngeldstruktur wurde nicht genutzt. Auf eine Indexierung der Wohngeldbeträge, letztlich die automatische Anpassung des Wohngeldes an gestiegene Wohnkosten, oder auf ein so genanntes Klimawohngeld konnte sich die Bundesregierung nicht verständigen“, kritisierte der Mieterbund-Präsident.

5. Mietpreisbremse  

Die Wiedervermietungsmieten steigen ungebremst weiter. Die 2015 eingeführte Mietpreisbremse war gut gemeint, funktioniert aber nicht. Die Wiedervermietungsmieten lagen in den Großstädten 2016 im Durchschnitt 6,3 Prozent über den Wiedervermietungsmieten des Vorjahres. Sie sind damit noch stärker gestiegen als in den Jahren zuvor.

Offensichtlich hält sich ein Großteil der Vermieter nicht an die gesetzlichen Regelungen. Mieter können die komplizierten und intransparenten gesetzlichen Vorschriften mit vielen Ausnahmetatbeständen kaum nutzen.
„Wir haben bereits im September letzten Jahres Alarm geschlagen. Zwei von uns beauftragte Gutachten belegten, zwischen 66,5 und 94,8 Prozent aller Wohnungsangebote bzw. Wiedervermietungsmieten lagen in Berlin, Frankfurt, Hamburg und München über der Obergrenze der Mietpreisbremse, also der ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich 10 Prozent. Die Notwendigkeit, bei der Mietpreisbremse nachzubessern, liegt auf der Hand. Die Bundesregierung und die Koalitionsparteien müssten ein Interesse daran haben, dass ein von Ihnen beschlossenen Gesetz auch funktioniert. Verbesserungsvorschläge von Bundesjustizminister Heiko Maas scheitern an der Union“, erklärte Dr. Franz-Georg Rips. „Änderungsanträge von Bündnis 90/Die Grünen bzw. der Linken fanden im Bundestag keine Mehrheit.“

6. Bestandsmieten  

Nicht nur die Wiedervermietungsmieten steigen, auch die Mieten in bestehenden Mietverhältnissen klettern auf Rekordhöhe. Grund hierfür ist, dass die ortsüblichen Vergleichsmieten aus den Vertragsabschlüssen und Mieterhöhungen der letzten vier Jahre gebildet werden. Folge ist, dass neue Mietspiegel teilweise zweistellige Steigerungsraten ausweisen. In Berlin stieg die Vergleichsmiete innerhalb von zwei Jahren um durchschnittlich knapp 10 Prozent, in Stuttgart um bis zu 18 Prozent, und in Kiel und München weisen die neuen Mietspiegel Preissteigerungen von bis zu 20 Prozent aus.
„Die Bundesregierung schaut dieser Mietpreisentwicklung tatenlos zu. Die Vereinbarung im Koalitionsvertrag, die Vergleichsmiete auf eine breitere Basis zu stellen, also zum Beispiel den Betrachtungszeitraum von 4 auf 8 oder 10 Jahre zu verlängern, wurde nicht eingehalten. Ein Referentenentwurf des Bundesjustizministers mit entsprechenden Regelungen scheiterte am Veto aus der Union. Damit bleibt es dabei: Die teuren Wiedervermietungsmieten von heute, die Wohnungssuchende zahlen müssen, sind die Bestands- und Vergleichsmieten von morgen, die alle zahlen müssen“, sagte der Mieterbund-Präsident.

7. Klimaschutz und energetische Modernisierung  

„Wir sind für die Energiewende, für die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung und für Effizienzsteigerungen bzw. den Einsatz erneuerbarer Energien im Gebäudebereich. Aber die damit verbundenen Kosten müssen sozialgerecht aufgeteilt werden. Obwohl im Klimaschutzplan 2050 beschrieben wird, dass Investitionen im Gebäudebereich vorgenommen werden müssen, ohne das Wohnen unverhältnismäßig zu verteuern, und dass die Auswirkungen steigender Kosten der Wohnraumversorgung mit großer Sensibilität zu prüfen sind, zieht die Bundesregierung keine Konsequenzen. Sie unternimmt nichts. Einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand bis 2050 gibt es nicht zum Nulltarif, er finanziert sich nicht aus sich selbst heraus. Vor der klaren Aussage, wer hierfür die Kosten tragen soll und in welchem Umfang, drückt sich die Bundesregierung“, sagte Dr. Franz-Georg Rips.

Zurzeit können Vermieter 11 Prozent der Kosten einer Modernisierung auf die Jahresmiete aufschlagen. Mieterhöhungen von 30 bis 40 Prozent oder mehr sind keine Seltenheit. Erfahrungsgemäß macht die Heizkostenersparnis aufgrund einer energetischen Modernisierung etwa ein Viertel bis ein Drittel der Mietsteigerungen aus. Dieses drastische Missverhältnis sollte nach der Vereinbarung im Koalitionsvertrag angegangen werden. Mieterhöhungsspielräume sollten eingegrenzt und Mieter vor finanzieller Überforderung geschützt werden. Passiert ist nichts. Entsprechende Vorschläge des Bundesjustizministers blieben seit April 2016 im Bundeskanzleramt stecken, die Union blockiert alle Änderungsvorschläge – die Reduzierung und Begrenzung der Modernisierungsumlage, eine Härtefallregelung oder ein vereinfachtes Verfahren zur Berechnung der Mieterhöhung.

8. Bestellerprinzip  

Mit dem seit Juni 2015 geltenden Bestellerprinzip bei der Wohnungsvermittlung hat die Bundesregierung eine langjährige Forderung des Deutschen Mieterbundes umgesetzt. „Das Bestellerprinzip funktioniert. Der einfache, ohne größere Ausnahmen umgesetzte Grundsatz ‚Wer bestellt, der zahlt‘ führt dazu, dass heute in aller Regel Vermieter die Maklerprovision zahlen müssen, nicht mehr die Mieter. Das ist positiv“, so der Mieterbund-Präsident.

9. Mietrechtsreform 2. Teil  

Neben Regelungen zur ortsüblichen Vergleichsmiete und zur Einschränkung der Mieterhöhungsspielräume nach energetischen Modernisierungen sollte der zweite Teil des Mietrechtsreformpakets von Bundesjustizminister Heiko Maas auch Bestimmungen zur Wohnfläche und zur Kündigung wegen Zahlungsverzugs enthalten.

Wohnfläche: Bei Mieterhöhungen auf die Vergleichsmiete oder nach einer Modernisierung und bei Betriebskostenabrechnungen soll es immer auf die tatsächliche Wohnfläche ankommen.

Kündigung: Die Folgen einer fristlosen und einer ordentlichen Kündigung wegen Zahlungsverzugs sollten harmonisiert werden. Durch Nachzahlung der Miete soll der Mieter die Folgen der Kündigung, also die Räumung der Wohnung, verhindern können. Bisher gilt dies nur für die fristlose Kündigung.

„Selbst auf diese – aus meiner Sicht unproblematischen – Rechtsänderungen konnten sich die Koalitionsparteien nicht verständigen“, kritisierte Rips.

10. Fazit:

Wohnungspolitische Themen haben in dieser Legislaturperiode an Bedeutung gewonnen. Das Bündnis für bezahlbaren Wohnen und Bauen hat entsprechende Signale ausgesendet. Die Finanzmittel für die soziale Wohnraumförderung und die Städtebauförderung wurden deutlich angehoben und das Wohngeld wurde erhöht. Das Bestellerprinzip bei der Wohnungsvermittlung wurde erfolgreich eingeführt.

Auf der anderen Seite ist der Wohnungsfehlbestand auf 1 Million Wohnungen angewachsen und die Mieten bewegen sich auf Rekordniveau. Die Zukunft der sozialen Wohnbauförderung steht in den Sternen. Die Regelung zur Mietpreisbremse ist misslungen. Der zweite Teil der Mietrechtsreform, unter anderem mit Einschränkungen von Mieterhöhungsmöglichkeiten auf die Vergleichsmiete oder nach energetischen Modernisierungen, wurde nicht umgesetzt. Das Thema „Grundsteuerreform“ ist nach wie vor offen. Schlupflöcher bei der Grunderwerbssteuer – Share Deals – bestehen fort. Beim Bau von alters- und behindertengerechten Wohnungen gibt es keine Fortschritte. Das Thema „Wohnungsgemeinnützigkeit“ hat die Bundesregierung nicht aufgegriffen. Ansätze, den Kündigungsschutz zu verbessern, das Betriebskostenrecht oder die Mietwuchervorschrift des Paragrafen 5 Wirtschaftsstrafgesetz zu überarbeiten, gab es nicht.

Einrichtungsgegenstände

P R E S S E M I T T E I L U N G                                                         Wedel, den 13.06.2017
Einrichtungsgegenstände
Beim Einzug in die neue Wohnung übernimmt der Mieter häufig Einrichtungsgegenstände des Vormieters, beispielsweise Kühlschrank, Gardinen, Lampen, Schränke oder sogar eine Einbauküche. Voraussetzung für eine derartige Übernahme ist nach Darstellung des Mietervereins Wedel immer eine Vereinbarung zwischen Vor- und Nachmieter. Dabei kann es sich um eine Schenkung handeln, bei der vereinbart wird, dass die Gardinen kostenlos in der Wohnung zurückbleiben. Meistens treffen Vor- und Nachmieter aber eine sogenannte Ablösevereinbarung. Das ist nichts anderes als ein Kaufvertrag. Der Vormieter verkauft das Inventar, mit dem er in seiner neuen Wohnung nichts mehr anfangen kann, zum Beispiel Gardinen oder die Einbauküche, an den Nachmieter. Dieser muss dann entsprechende Einrichtungsgegenstände nicht neu kaufen.
Oft werden nach Beobachtungen des Mietervereins Wedel für die Übernahme derartiger Einrichtungsgegenstände aber überhöhte Preise angesetzt. Das verbietet jedoch das Wohnungsvermittlungsgesetz. Danach darf der Kaufpreis nicht in einem auffälligen Missverhältnis zum Wert der überlassenen Gegenstände stehen. Das ist der Fall, wenn der Kaufpreis mehr als 50 % über dem Zeitwert liegt. Zahlt der Nachmieter für ein Möbelstück 4.000 €, obwohl der Zeitwert (Kaufpreis abzüglich Alterung/Abschreibung) nur noch 1.000 € beträgt, dann ist der Kaufvertrag bis zu einer Kaufsumme von 1.500 € gültig. Den zu viel gezahlten Betrag von 2.500 € kann der Nachmieter zurückfordern – 3 Jahre lang, erst dann verjährt dieser Anspruch.
Ohne irgendeine Absprache mit dem Nachmieter darf der Vormieter keine Einrichtungsgegenstände in der Wohnung zurücklassen. Der Vermieter hat Anspruch auf Rückgabe einer leergeräumten Wohnung und der Nachmieter hat Anspruch auf eine Wohnung ohne zurückgelassenes Vormieter-Inventar. Der Mieterverein Wedel empfiehlt in diesen Fällen die Einschaltung des Vermieters, damit abgeklärt wird, ob das zurückgelassene Inventar „vergessen“ wurde und noch abgeholt wird oder ob es ggf. auf Kosten des Vormieters entsorgt werden kann.

Einladung Jahreshauptversammlung 2016

Einladung zur Jahreshauptversammlung des Mietervereins Wedel
Freitag, 18.11.2016, 19 Uhr
in der AWO, Rudolf-Breitscheid-Straße 40 a

Tagesordnung

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Jahresbericht
  3. Ehrung unserer Jubilare zur 25- und 40-jährigen Mitgliedschaft
  4. Kassenbericht
  5. Revisionsbericht
  6. Aussprache zu den Berichten
  7. Entlastung des Vorstandes
  8. Wahl des Vorstandes
    Vorsitzender
    Stellvertretender Vorsitzender
    Schriftführer
    Beisitzer
    Revisoren
  9. Verschiedenes und Schlusswort

In einer Pause wird ein Imbiss gereicht

Bitte melden Sie sich an unter Telefon 04103.15689
oder direkt in unserer Geschäftsstelle Bahnhofstraße 38-40

Stärkere Beteiligung der Länder am Sozialmietwohnungsbau erforderlich

Berlin, 29. Oktober 2015

Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten:
Stärkere Beteiligung der Länder am Sozialmietwohnungsbau erforderlich

Kurzfristige Übergangslösungen mit niedrigeren Baustandards schaffen

(dmb) „Nachdem der Bund die Finanzmittel für die soziale Wohnraumförderung auf
1,018 Milliarden Euro verdoppelt hat, sind jetzt die Bundesländer am Zug. Sie müssen die zur Verfügung stehenden Gelder zweckgebunden für den Neubau von Sozialmietwohnungen nutzen und mindestens in gleicher Höhe eigene Haushaltsmittel zur Verfügung stellen“, appellierte der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten, an die Teilnehmer der Bauministerkonferenz in Dresden. „Angesichts des seit Jahren wachsenden Wohnungsdefizits müssen jährlich 400.000 neue Wohnungen fertiggestellt werden, davon 150.000 bezahlbare Wohnungen. Das ist aber ohne eine deutlich stärkere Beteiligung der Länder als bisher nicht möglich. Gleichzeitig sind kurzfristig greifende Übergangslösungen zur Wohnungsversorgung der Flüchtlinge notwendig. Denkbar sind Schnell- oder Modulbauten mit niedrigeren Baustandards.“

Aktuell fehlen in Deutschland, das heißt vor allem in Großstädten, Ballungsgebieten und Universitätsstädten, rund 800.000 Wohnungen. Um dieses Wohnungsdefizit abzubauen und der wachsenden Nachfrage nach insbesondere bezahlbaren Wohnungen gerecht zu werden, müssen jährlich 400.000 Wohnungen neu gebaut werden, davon mindestens 150.000 Sozialwohnungen und durch zusätzliche Steuervergünstigungen geförderte Wohnungen.

„Die Bundesregierung hat den ersten Schritt getan und stellt den Bundesländern ab Januar 2016 insgesamt 1,018 Milliarden Euro statt bisher 0,518 Milliarden Euro für die soziale Wohnraumförderung zur Verfügung. Ich erwarte, dass die Länder diese Gelder in erster Linie für den Bau neuer Sozialmietwohnungen einsetzen und nicht für Eigentumsmaßnahmen oder sonstige Investitionen, dass sie außerdem diese Kompensationszahlungen des Bundes aus eigenen Haushaltsmitteln mindestens verdoppeln“, forderte Siebenkotten. „Soweit dies in den einzelnen Ländern nicht sichergestellt ist, muss es hier Abstriche bei der Zuweisung der Kompensationszahlungen geben, gehört letztlich die bisherige Aufteilungsquote der Fördermittel auf die Länder auf den Prüfstand.“

Eine generelle Absenkung von Baustandards für den gesamten Wohnungsneubau, wie zum Beispiel ein Aufweichen von Energieeffizienzstandards, ein so genanntes EnEV-Moratorium, lehnte Siebenkotten ab. Richtig sei dagegen gewesen, dass die Bundesregierung Standards für Sammel- und Notunterkünfte abgesenkt habe. „Das macht außerdem Sinn bei Schnell- und Modulbauten, die als Übergangslösung zeitlich klar befristet notwendig sind, um kurzfristig die Wohnungsversorgung von Flüchtlingen sicherzustellen. Denn wir brauchen nicht nur mittelfristig Lösungen, sondern Lösungen schon für diesen Winter bzw. für das nächste Jahr“, erklärte der Direktor des Deutschen Mieterbundes.

Wohngeld-Etat gekürzt

Berlin, 26. November 2014

Mieterbund-Präsident Dr. Franz-Georg Rips:
Haushaltsberatungen 2015: Wohngeld-Etat um 100 Millionen Euro gekürzt
Wohngeld-Erhöhung darf nicht der „schwarzen Null“ geopfert werden

(dmb) „Ein ausgeglichener Bundeshaushalt 2015 darf nicht auf dem Rücken der einkommensschwächsten Haushalten realisiert werden“, forderte der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB), Dr. Franz-Georg Rips, am Vortag der abschließenden Haushaltsberatungen im Deutschen Bundestag. „Mit den vorgesehenen Wohngeldkürzungen um 100 Millionen Euro auf nur noch 530 Millionen Euro wird der im Koalitionsvertrag fest vereinbarten und von Bauministerin Dr. Barbara Hendricks für Juli 2015 angekündigten Wohngelderhöhung die Grundlage entzogen. Die von der Bundesregierung und der großen Koalition versprochenen Leistungsverbesserungen und der Anstieg des Kreises der Empfängerhaushalte darf jetzt nicht der ‚schwarzen Null‘ geopfert werden.“

Noch im September erklärte die Bauministerin anlässlich der ersten Lesung zum Bundeshaushalt 2015 wörtlich: „Im Haushaltsentwurf besonders hervorzuheben ist der deutlich erhöhte Ansatz für das Wohngeld, von 500 Millionen auf jetzt 630 Millionen Euro. Damit schaffen wir eine wichtige Voraussetzung für die Wohngeldreform, die wir uns vorgenommen haben und die Menschen mit geringem Einkommen helfen wird, mit den steigenden Wohnkosten zurechtzukommen.“ Bei der angekündigten und versprochenen Wohngeldreform sollten die Tabellenwerte um durchschnittlich 15 Prozent und die regional gestaffelten Miethöchstbeträge um durchschnittlich 12 Prozent erhöht werden. Die Heizkostenkomponente sollte wieder eingeführt werden, und erwartet wurde ein Anstieg der Empfängerhaushalte von derzeit etwa 780.000 auf 960.000 Haushalte.

„Mit 530 Millionen Euro Bundesmitteln sind diese Ziele und Wohngeldverbesserungen nicht zu erreichen. Die angekündigte und versprochene Wohngelderhöhung steht vor dem Aus. Jetzt müssen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages Rückgrat zeigen“, forderte der Mieterbund-Präsident. „Die Politik darf die einkommensschwächsten Haushalte nicht im Regen stehen lassen. Mit dem Wohngeld zahlt der Staat diesen Haushalten einen Zuschuss zur Sicherung angemessenem und familiengerechtem Wohnens. Mieter und Eigentümer haben hierauf einen gesetzlichen Anspruch.“

Wohngeld wird von Bund und Ländern je zur Hälfte finanziert. Aktuell erhalten rund 780.000 einkommensschwache Haushalte den staatlichen Zuschuss zum Wohnen. Knapp die Hälfte von ihnen sind Rentnerhaushalte. Der durchschnittliche Wohngeldempfängerhaushalt in Deutschland hat ein Einkommen von rund 850 Euro und bekommt 114 Euro Wohngeld für seine 405 Euro teure Miete.

Stromverbrauch zu hoch?

Erster Stromspiegel für Deutschland liefert aktuelle Vergleichswerte und motiviert zum Strom sparen
• Sparpotenzial von 320 Euro für 3-Personen-Haushalt
• Neuer Stromspiegel für Mieter und Eigentümer berücksichtigt individuelle Wohnsituation
• Breites Bündnis unterstützt das Klimaschutzprojekt

(dmb) Ein durchschnittlicher 3-Personenhaushalt in Deutschland kann pro Jahr 1.200 Kilowattstunden (kWh) Strom und 320 Euro Stromkosten sparen. Das zeigt der Stromspiegel für Deutschland, den das Bundesumweltministerium mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen der Stromsparinitiative erstmals veröffentlicht. Dafür wurden 110.000 Verbrauchsdaten ausgewertet. Demnach verbraucht ein 3-Personenhaushalt in einem Mehrfamilienhaus durchschnittlich 3.000 kWh Strom im Jahr. Ein effizienter Haushalt der gleichen Größe kommt hingegen im Schnitt mit 1.800 kWh jährlich aus.

Mit der eigenen Stromrechnung und den bundesweit gültigen Vergleichswerten des Stromspiegels können Privathaushalte den eigenen Verbrauch bewerten und als „gering“, „niedrig“, „mittel“ oder „hoch“ einordnen. Der Stromspiegel für Deutschland ist damit eine unerlässliche Orientierungshilfe für Mieter und Hauseigentümer. Sie können das eigene Sparpotenzial bestimmen und werden motiviert, gezielt Strom zu sparen und weniger klimaschädliche CO2-Emissionen zu verursachen. Verbraucher haben mit dem Stromspiegel erstmals die Möglichkeit, die eigene Wohnsituation zu berücksichtigen. Individuelle Faktoren wie der Gebäudetyp oder die Art der Warmwasserbereitung fließen in das Ergebnis ein und ermöglichen eine differenzierte Bewertung des Stromverbrauchs.

Die Stromspiegel-Broschüre gibt es bei allen Projektpartnern sowie zum Herunterladen am Ende dieser Meldung. Dort finden Verbraucher auch konkrete Tipps und Beratungsangebote zum Stromsparen.

Jeder Deutsche gibt pro Jahr 400 Euro für Strom aus

Jeder Deutsche verbraucht jährlich im Schnitt 1.500 kWh Strom. Das entspricht Stromkosten von 400 Euro im Jahr. Wird das warme Wasser in Bad und Küche elektrisch erhitzt, erhöht sich der Verbrauch um 28 Prozent oder 400 kWh. Das trifft auf knapp ein Drittel aller Haushalte in Deutschland zu. Neben der elektrischen Warmwasserbereitung und der Haushaltsgröße beeinflusst vor allem die Gebäudeart die Höhe des Stromverbrauchs. Beispielsweise verbraucht ein Haushalt im Mehrfamilienhaus durchschnittlich 33 Prozent weniger Strom als ein vergleichbarer Haushalt im Einfamilienhaus. Der Grund: Außenbeleuchtung, Garten, Garage oder der Strom für die allein genutzte Heizungsanlage schlagen im eigenen Haus zusätzlich zu Buche.

Stromsparinitiative bündelt Angebote rund ums Stromsparen

Stellen Verbraucher mit dem Stromspiegel für Deutschland einen zu hohen Stromverbrauch fest, unterstützt sie die Stromsparinitiative beim Umsetzen von Sparmaßnahmen: Auf www.die-stromsparinitiative.de sind die Angebote verschiedener Akteure im Bereich Stromsparen zusammengefasst – von konkreten Stromspar-Tipps über Fördermöglichkeiten und Beratungsangebote vor Ort bis hin zum StromCheck. Dieser Online-Ratgeber hilft beim Aufspüren von Stromfressern und empfiehlt konkrete Maßnahmen.

Über den „Stromspiegel für Deutschland“ und „Die Stromsparinitiative“

Der Stromspiegel für Deutschland liefert bundesweit gültige Vergleichswerte für den Stromverbrauch von Privathaushalten. Grundlage dafür sind 110.000 Verbrauchsdaten und aktuelle Studien der Projektpartner. Der Stromspiegel ist das Ergebnis eines breiten gesellschaftlichen Bündnisses von Verbraucherorganisationen, Forschungs-einrichtungen, Energieagenturen und Wirtschaftsverbänden. Gemeinsam wollen sie die Energieeffizienz erhöhen und einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Projektpartner sind Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD), BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. , co2online gemeinnützige GmbH, Deutscher Mieterbund (DMB), EnergieAgentur NRW, HEA Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V., Öko-Institut e.V., Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und Verbraucherzentrale Energieberatung.

Der Stromspiegel wird im Rahmen der Stromsparinitiative (www.die-stromsparinitiative.de) veröffentlicht. Diese Initiative wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit 2012 gestartet, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Vor allem private Haushalte in Deutschland sollen motiviert werden, ihren Stromverbrauch zu verringern und somit weniger Treibhausgase zu verursachen. Das Kampagnenbüro der Stromsparinitiative ist bei co2online angesiedelt.

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Den Stromspiegel-Flyer sowie Vergleichszahlen finden Sie zum kostenlosen Download unter www.mieterbund.de.